Sara Masüger

Sara Masüger, 1978 in Baar (ZG) geboren, ist eine Schweizer Künstlerin, die in Zürich lebt und arbeitet. Sie ist bekannt für ihre Skulpturen und raumfüllenden Installationen, die sich oft mit der Beschaffenheit und Fragilität des menschlichen Körpers sowie mit Erinnerung und Identität auseinandersetzen. Ihre Kunstwerke entwickeln eine surreale, fast traumhafte Ästhetik. Nach ihrem Studium der Bildenden Kunst an der Kunsthochschule Bern war Masüger von 2002 bis 2003 Artist in Residence an der Rijksakademie van Beeldende Kunsten in Amsterdam. Sie war zudem Assistentin bei Karin Sander an der Professur für Architektur und Kunst an der ETH Zürich und hatte Lehraufträge an der Zürcher Hochschule der Künste. Masüger nähert sich ihren Installationen oft vom Raum aus, indem sie sich vorstellt, wie Besucher diesen betreten und sich darin bewegen, ähnlich einer Choreografie. Ein wiederkehrendes Thema in ihren Werken ist die Frage nach der Entstehung und der Wahrnehmung von Erinnerungen, die sie in Werktiteln wie "Gedächtnislandschaften" aufgreift. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Museen und Galerien ausgestellt, darunter im Bündner Kunstmuseum Chur, im Kunstmuseum St.Gallen, im Kunsthaus Zug, in der Lokremise St.Gallen und im Migros Museum für Gegenwartskunst Zürich. 2018 war eine Dauerinstallation von ihr mit dem Titel "Inn Reverse" im Muzeum Susch zu sehen. Ihre Werke sind auch in renommierten öffentlichen Sammlungen vertreten. Aktuell ist die Ausstellung "Sara Masüger - Gedächtnislandschaften" in der Lokremise des Kunstmuseums St. Gallen zu sehen, die bis zum 2. November 2025 läuft. 

Arbeiten Kunstwege | Vias d'art Pontresina 2026

Zwischenraum, 2026

Standort 4              >zur Karte

Zwischenraum
Sara Masügers Installation Zwischenraum entsteht in einer Gasse, zwischen zwei Häusern, in und aus dem Gebiet zwischen dem umbauten Raum. Definiert in dieser Begrenzung, ist das Dazwischen zunächst unbesetzt, eine Leerstelle. Masüger geht in diese hinein, sie vermisst das Gebiet, hält den Abstand fest, markiert die Öffnung, macht diese als solche sichtbar und fixiert sie. Die mobilen Objekte, die sie in diesen Zwischenraum einzieht, werden zu Artefakten in der Bewegung, in ihrer Präsenz erweitern sie den Zwischenraum zum Klangkörper. Die Objekte wiegen sich im Wind und daraus erwachsen klingende Verwicklungen. So rufen fragile, weisse Porzellanklänge die Besuchenden, laden sie ein. Mit ihrem Einbau im Zwischenraum verwandelt Masüger den abseitigen öffentlichen (Leer-)Raum zu einer Bühne – auch und gerade im Dazwischen. Text Mareike Dittmer

Sara Masüger
Zwischenraum, 2026     
5 Mobilés mit Klangelementen, Porzellan, Acrystal, Kupfer, Seil, sitespecific
Laret, Chesa Lina, Via Maistra 114
Kunstwege | Vias d’art Pontresina 2026