Kunstwege / Vias d'art Pontresina

Am 15. Februar 2019 ist die Ausstellung Kunstwege | Vias d'art Pontresina zu Ende gegangen. Die 5. Winter-Triennale wurde als Internationaler Wettbewerb für zeitgenössische Schneekunst ausgeschrieben und richtete sich an professionelle Teams aus aller Welt. Den Ausstellungsmachern von Pontresina Cultura ist es gelungen, eine Auswahl der besten Teams nach Pontresina zu bringen, um ein innovatives und bedeutsames Kunstprojekt, diesmal im urbanen Raum, an der Via Maistra zu realisieren.

Die Preisträger des internationalen Wettbewerbs für zeitgenössische Schneekunst Pontresina 2018 | 19

1. Rang: “A Place to Grow" Team Kaeppeli, SUI (Preis des HGV Pontresina)

2. Rang: " Folded" Team Agrawal, Subzero;  GER

3. Rang: "Settler" Team Pedersen, DEN und "Petites Fugues" Team Gallo, Snowprint, SUI

Publikumspreis: The leaf of time, Team Chilcott SWE 

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Rückblick

Die Triennale ‘Kunstwege | Vias d’art Pontresina‘, internationaler Wettbewerb für Schneekunst, wurde diesen Winter im Dorf durchgeführt, was beim Publikum auf grosse Zustimmung und Beachtung stiess. Die 5. Austragung hatte das Thema “Urban Elements“. Aus den Bewerbungen aus ganz Europa wählte die Fachjury 9 Teams mit ihren Projekten aus. Die Zielsetzung, die traditionelle Skulptur mit Aussageweisen der modernen Kunst zu verbinden, um so zu einer qualitativen und innovativen Zielsetzung beizutragen wurde von den meisten Teams mit hohem handwerklichen Können erreicht.

Die Qualität der Arbeiten im Einzelnen und in der Breite konnten 2018 gesteigert werden. Die gezeigte Schneekunst setzte in diesem Winter inhaltlich und qualitativ beachtenswerte Massstäbe. Die Preisträger zeigten teilweise innovative künstlerische Ansätze bei der Konzeption und bei der Lichttechnik. 

Die Kulturkommission Pontresina dankt den zahlreichen Akteuren, welche zum Gelingen der Kunstwege|Vias d’art 2018/19 beigetragen haben. Zuerst danken wir den Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt und ihren Helfern, für ihr grosses Engagement und ihre Arbeiten. Wir danken den politischen Entscheidungsträgern der Kantone, der Region und der Gemeinde, unseren öffentlichen Geldgebern, privaten Sponsoren, Gönnern und Dienstleistungssponsoren, die dieses Projekt alle drei Jahre unterstützen. 

Das Thema “Urban Elements“

Der Public Space ist meist durch Sachzwänge der Verkehrsingenieure, der Architektur und des Heimatschutzes abgesteckt. In kleineren Kommunen ist die aktive Gestaltung des öffentlichen Raums oft ein Nebenschauplatz.

Pontresina – idyllisch gelegen in einer einzigartigen Landschaft, ist ein Konglomerat aus prächtigen Hotelpalästen, alter Bausubstanz in Form von Engadinerhäusern und aus funktionaler Architektur, entstanden aus den Begehrlichkeiten des Tourismus der letzten 150 Jahre.

Dieses Jahr greift die Triennale Kunstwege | Vias d’art mit Hilfe der Schneekunst in den Raum rund um die Via Maistra ein. Die künstlerische Artikulation von Raum ist der kreativste Aspekt des Eingreifens in den öffentlichen Raum.

Mit „Urban Elements“ macht Pontresina das Experiment, episodische Elemente in ein überschaubares Netzwerk von Straßen, Plätzen und Landschaft einzuordnen. Sorgfältig designte Objekte werde daran beteiligt sein, den Public Space neu zu definieren, was heisst Verbindungen zwischen Menschen und Orten, Bewegung und dörfliche Form, Natur und Bausubstanz herzustellen. Diese Elemente werden für die Wahrnehmung des öffentlichen Raums sehr wichtig sein und möglicherweise eine Vision zum Leben erwecken, wie die Gestaltung eines Public Space mit der Schaffung von Orten mit ausgeprägter Schönheit und Identität verbunden werden kann.

Mit „Urban Elements“ wird quasi das öffentliche Wohnzimmer des Ortes mit attraktiven Stücken neu möbliert. Strassen und Plätze sind Begegnungsorte einer Gemeinschaft – der Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um das Dorf/die Stadt und einander zu genießen. Öffentliche Räume ermöglichen ein hochwertiges Leben an einem Ort - sie bilden Bühne und Kulisse für das Schauspiel des Lebens.

 

Die Künstlerteams, welche sich dieser Aufgabe stellen, werden sich mit künstlerischen Prinzipien wie Ordnung, Einheit, Balance, Proportion, Rahmen, Hierarchie, Symmetrie, Rhythmus, Kontrast, Kontext, Detail, Textur, Harmonie oder Schönheit auseinandersetzen. Diese sind ein integraler Bestandteil der Schaffung von Form und räumlicher Definition. Es ist die Kunst, Orte zu schaffen und zu gestalten und ihnen Charakter zu verleihen. Die Kombination aus bestehender Architektur und gestaltetem öffentlichen Raum schafft die schönsten Orte zum Leben - Orte, die ein Leben voller Reichtum und Tradition ausdrücken und als Kulisse für das Leben dienen.

Die Wettbewerbsaufgabe

Die Übersetzung des Themas „Urban Elements“ soll in erster Linie als Herausforderung für die KünstlerInnen, als auch als Auswahlkriterium für die Jury stehen. Das Thema ist so gewählt, dass vor allem situationsorientiert, mitunter auch abstrakt arbeitende KünstlerInnen ihre volle Entfaltung finden können. Aus Elementen, die sich zu einem Ganzen fügen, ergibt sich eine gültige, ästhetische Form, welche durch die Lichtwirkung und Präzision der Umsetzung unterstützt wird. Die Jury beurteilt bei der Eingabe und bei der Prämierung die innovative Umsetzung des Themas und die Bedeutung des Beitrags für die zeitgenössische Skulptur. Künstlerische Ausstrahlung, Proportionalität und Harmonie der Skulptur, die handwerkliche Umsetzung, Inszenierung und Lichtwirkung sind zusätzliche Kriterien bei der Preisvergabe.