Kunstwege | Vias d’art 2017
...mit fremden Augen sehen
Kunstwege | Vias d’art
...mit fremden Augen sehen

Kunstwege / Vias d'art Pontresina besuchen

Pontresina Cultura heisst Sie herzlich willkommen und freut sich, Sie im Sommer 2017 in Pontresina begrüssen zu dürfen. Sie wünscht Ihnen einen erlebnisreichen Tag beim Besuch der Ausstellung in Pontresina. Hier die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

  • Die Ausstellung dauert vom Samstag, 24. Juni bis Donnerstag 19. Oktober 2017
  • Kunstwege | Vias d'art ist eine Freiluftausstellung. Die Objekte können jederzeit besichtigt werden.
  • Der Eintritt ist frei. Pontresina Cultura freut sich aber über Gönnerbeiträge.
  • Die 26 Installationen befinden sich an der Via Maistra. Standortplan herunterladen
  • Die Gehdistanz zu allen Objekten beträgt ca. 1.6 Kilometer, für welche Sie 1- 2 Stunden benötigen. Wo Sie zum Besuch der Ausstellung starten, können Sie entscheiden
  • Pressespiegel zur Ausstellung

Allgemeine Infos

Alle Objekte sind mit Standorttafeln ausgeschildert. Scannen Sie den QR-Code und Ihr Smartphone führt sie punktgenau zu den 26 Standorten. Im Ausstellungsführer, der kostenlos bei den Standorten 01, 05, 15, 18, 20, 23 und an der Tourist Information Pontresina im Kongresszentrums aufliegt, finden Sie informative Texte zu den Installationen. Am Abend erhalten Sie übrigens Informationen zu Kunstwege/Vias d'art und den Ausstellenden beim Infomonitor im Schaufenster von Foto Flury neben dem Kultur-und Kongresszentrum Pontresina. Tipp: Nutzen Sie für unterwegs das WLAN-Netzwerk "Free WiFi Engadin", das Ihnen entlang der Via Maistra kostenlosen Internetzugang bietet. Ausstellungsführer herunterladen

Anreise

Bus/Zug

  • Nord: Haltestelle Engadinbus: Schlosshotel: Objekt 01 befindet sich beim Hotel Weisses Kreuz
  • Zentrum: Haltestelle Engadinbus: Rondo oder Punt’Ota sur: Objekte 07 bis 12
  • Süd: Haltestelle Engadinbus Post: Objekte 25 bis 20
  • Bahnhof: Haltestelle RhB: Objekt 26

Auto/Parken 
Direkt bei der Ausstellung sind die Parkplätze in den öffentlichen Parkhäusern "Rondo" und "Mulin" oder der Parkplatz Bellavita Erlebnisbad & Spa. Anfahrt nach Pontresina zur Ausstellung Kunstwege/Vias d'art 2017

Hinweise

Bitte beachten Sie, dass der Besuch von zwei Arbeiten von Öffnungszeiten abhängig sind: 

Standort 8: "Requiem für einen Gletscher" von Arno Oehri im Innenraum Dorfkirche San Niculò (Choral)

  • Die Kirche schliesst um 21.00 Uhr

Standort 20: "Ewigkeit" von Gaudenz Signorell/Jos Schmid in der Stüva SAC Bibliothek im Museum Alpin  

  • Das Museum öffnet Montag bis Samstag jeweils von 15.30 bis 18 Uhr

Die Besichtigung der Arbeit "Ewigkeit" ist kostenlos. Der Eintritt in die anderen Räume des Museums kostet Fr. 8.-. Bei geschlossenem Museum informiert Sie eine Infotafel sowie Angaben auf dem Smartphone über die Arbeit.

Standort 26: "Saracens" von Notta Caflisch bei der Brücke Punt’Ota befindet sich etwas abseits der Route in 5 Min. Gehdistanz. Folgen Sie vom Dorf herkommend den Strassen Richtung Bahnhof. Bevor Sie die Brücke der Umfahrungsstrasse überqueren, nehmen Sie rechts den Weg abwärts. Von dort sehen Sie die Punt’Ota. 

Das Thema "...mit fremden Augen sehen"

Die Aufgabe des Künstlers oder Künstlerin für die diesjährige Ausstellung war es, dem Authentischen, dem Echten in der heutigen Wirklichkeit des Engadins nachzugehen. Die Installationen sind das Ergebnis vertiefter Recherchen zur regionalen Kultur, meist in Zusammenarbeit mit Experten. Aus der Distanz sieht man klarer. Die Aufgabe der Kunst ist es, dem Wesen einer Sache auf den Grund zu gehen und es sichtbar und lesbar zu machen. Es ist ein weit höherer Anspruch, als die Frage zu beantworten: Was macht denn ein Dorf einzigartig, oder was ist typisch für diese Region oder was macht es unverwechselbar. Darum war das Thema bloss ein Startpunkt, ein Arbeitstitel. 

Die Ergebnisse sind vielfältig und tiefgründig und widerspiegeln Aspekte der heutigen Wirklichkeit. Die Arbeiten reflektieren zum Beispiel den Schwund unserer Lebensgrundlage, des Bodens, des Permafrosts und der Gletscher, die Inszenierung von Natur und Traditionen, das Leben der zugewanderten portugiesischen Arbeiter und Angestellten und als Äquivalent das Leben und Erbe früherer Emigranten, der "randulins", der Zuckerbäcker. Sie gehen der Frage nach, wer denn das Engadin mit fremden Augen gesehen hat und wer trotz unterschiedlicher Wahrnehmung hier Inspiration gefunden hat.

Der Vorgang bei der Entwicklung der 26 Arbeiten war derselbe, wie vor 150 Jahren, als Künstler, Maler, Dichter, Musiker und Philosophen, sowie auch Naturwissenschaftler und die ersten Alpinisten die Einzigartigkeit des Engadins, ihrer Dörfer und Bewohner gleichsam ...mit fremden Augen sahen und den Bewohnern des Tals eine neue Authentizität bewusst machten und damit den Tourismus begründeten. Die Eigentlichkeit von damals, die karge Bergwelt, der spröde Boden, die lebensfeindliche Natur, die langen Winter, all das bedeutete eigentlich harten Alltag. Gesamtes Editorial herunterladen