Kunstwege | Vias d'art Sommer 2017
...mit fremden Augen sehen
Kunstwege | Vias d'art Sommer 2017
...mit fremden Augen sehen

Künstler der Kunstwege/Vias d’art 2017

Vom 24. Juni bis Mitte Oktober 2017 wandelt sich die Via Maistra in Pontresina zum vierten Mal in einen Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. 15 Kunstschaffende aus Graubünden, der Ostschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein sind vom Veranstalter, Pontresina Cultura, eingeladen, ihre Arbeiten zum Ort zu formulieren. Die Installationen sind das Ergebnis vertiefter Recherchen zur regionalen Kultur, meist in Zusammenarbeit mit Experten. Die eingeladenen Kunstschaffenden gelten als versierte Vertreter der installativen Kunst. Neben bekannten Namen wie Gaudenz Signorell, Ursula Palla, H. und P. Vogel oder Beate Frommelt haben die Kuratoren auch auf junge, talentierte KünstlerInnen gesetzt, was eine spannende Auseinandersetzung mit Pontresina verspricht. Standorte der Künstler während Kunstwege/Vias d’art 2017 in Pontresina

Karin Karinna Bühler

Was in Jemandes Kopf entsteht
Eine kritische Neugierde prägt Karin K. Bühlers Schaffen. Für ihre situationsbezogenen Installationen und Konzeptarbeiten begibt sie sich auf die Suche nach verborgenen Zusammenhängen, die unter der Oberfläche des Augenscheinlichen hochwirksam sind.
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Notta Caflisch

Illustratorin des Zeitgeschehens
Notta Caflisch beschäftigt sich in ihren hauptsächlich plastischen Werken mit sozialen Themen: der Ausbeutung von Ressourcen und den daraus entstehenden sozialen Missständen sowie der (Missachtung der) Menschenrechte. Ihre Arbeiten können als Mahnmale oder aber als eine Illustration der unbegreifbaren Wirklichkeit verstanden werden. Die vermeintliche Festhaltung an Werten scheint das Leitmotiv von Nottas Werk zu sein, wobei sie gemeinsame Objekte zu Erinnerungstücken einer entfernten Vergangenheit macht. Notta Caflischs Werke sind in privaten Sammlungen sowie in der Sammlung des Bündner Kunstmuseums vertreten.
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Carmen Casty

Sein oder Schein? – Wenn die Natürlichkeit in Künstlichkeit kippt…
Carmen Casty befasst sich in ihrem künstlerischen Schaffen mit Gegenwartsfragen. In ihren Arbeiten bringt sie das Spannungsfeld Mensch-Natur-Technik mit adäquater Materialwahl und Formensprache zum Ausdruck. Sie untersucht kritisch das Verhältnis des modernen, technologieaffinen Menschen zur natürlichen Umwelt. Das Ideale und Idyllische der Natur rückt die Bündner Künstlerin oft in die Nähe des Unheimlichen und Abgründigen wie beim «Pechvogel» (2016), einem ausgestopften Habicht, den sie mit Bitumen übergoss. Bisweilen steigert sie auch die Schönheit der Natur ins Mystisch-Zauberhafte wie bei ihrem temporären, silberfarbenen Wäldchen «Displacement» (2015), das es sowohl als Indoor- wie auch als Outdoor-Version gab.
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Beate Frommelt

Der Raum und dessen Wahrnehmung
Beate Frommelt interessiert sich für Fragen des Raums und dessen Wahrnehmung. Zeichnung dient als Ausgangspunkt für ihre praktische und theoretische Arbeit, führt sie aber zum Gebrauch von anderen Medien, wie Installation, Projektion und Malerei.
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Patricia Jegher

Erinnerung an einen flüchtigen Augenblick
Patricia Jeghers künstlerisches Verfahren bedient sich verschiedener Konstellationen, die auf dem ephemeren, ereignishaften der Aktion basieren. Als Überreste bleibt die Erinnerung an einen flüchtigen Augenblick. Patricia Jegher setzt Bilder wie eine Plattform für die Phantasie ein. Als Bündnerin findet sie in den Motiven Schnee und Eis ihre zentralen Themen. Diese transferiert sie in fremde Kontexte, nach Afrika und Indien. Im Sudan hat sie ein Eisfeld angelegt und ihre afrikanischen Bekannten zu einer Schlittschuhpartie eingeladen. Ein paradoxes Erlebnis im Land der gleissenden Sonne, ein Luxus, den einem nur die Kunst zu bieten vermag.
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Jan Kaeser

Diskrete Störungen
Jan Kaeser’s Eingriffe sind meist unerwartet. Oft sind es diskrete Störungen, die auf den ersten Blick banal erscheinen. Bei näherem Hinsehen eröffnen sich jedoch Bezüge, Verknüpfungen zu dahinterliegenden Zusammenhängen oder Handlungsweisen, manchmal widersprüchlich oder surreal, manchmal scheint auch eine poetisch leichte oder humoristische Dimension auf. Jan Kaeser geht es in seiner Arbeit nicht primär um ein plastisches Werk an sich, um die Lösung räumlicher Probleme; wichtiger ist ihm, welche Denkräume ein Objekt bei den Betrachtenden vielleicht zu öffnen vermag. Das sichtbare Objekt hat somit eine Katalysator-Funktion für diese möglichen, unsichtbaren Prozesse. Hans Jörg Geiger 2017
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Almira Medaric

Geometry Lover
In ihrer Arbeit geht es ihr um die Verbindung von Objekt und Geometrie. Bilder und Skulpturen verschmelzen mit Elementen aus Grafik-, Mode- und Industriedesign und so trifft das abstrakte System der Geometrie auf den menschlichen Körper, auf den Raum und die Architektur.
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Arno Oehri

Der absoluten Gegenwart auf der Spur
Arno Oehri ist ein Grenzgänger. Seine Spezialität ist das interdisziplinäre, raum-, orts- und situationsspezifische Arbeiten als Multimediakünstler, Klangkünstler und Filmemacher. Seine Arbeiten haben immer mit dem Hier und Jetzt zu tun. Sinnliche Erfahrungen, das Herausspüren der Poesie, aber auch die intellektuelle Auseinandersetzung mit Thema, Zeit und Ort spielen dabei eine Rolle. Die mediale Beschaffenheit der Arbeiten richtet sich nach dem Kontext und den gegebenen Möglichkeiten und macht keine Unterschiede zwischen den einzelnen künstlerischen Disziplinen.
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Ursula Palla

Wirklichkeit und Künstlichkeit
Wirklichkeit und Künstlichkeit: wie vermischen sich die beiden, inwiefern sind sie voneinander abhängig? In den Arbeiten der Bündner Künstlerin Ursula Palla wird das Menschsein hinterfragt und in Form eindrücklicher Videoinstallationen wiedergegeben. In der bildnerischen Tradition von Stillleben und Landschaftsbildern, die auch als Sinnbilder angelegt sind, stehen ihre digitalen Collagen. Im Fokus ihrer künstlerischen Position steht die Entwicklung von Bildern, die im individuellen wie im kollektiven Bewusstsein Komplexität und Fragilität der Gegenwart repräsentieren können. Ihre Bildinhalte sind künstliche Naturen, die formal als romantisches Moment, Paradies oder Idealzustand erscheinen. Bei genauerer Betrachtung zerfällt der schöne Schein an der Widersprüchlichkeit der Details.
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Ines Marita Schärer

Wahrnehmung für das nicht Offensichtliche schärfen
Ines Marita Schärer arbeitet vorwiegend in situ, spielt mit der Architektur des Ortes und unserer Wahrnehmung derselben. Ihre Aufmerksamkeit gilt vor Allem der Beschaffenheit oder dem Nicht-Sichtbaren eines Ortes, welche als Antrieb für ihren Arbeitsprozess dienen. In ihrem Ausdruck bewegt sie sich im Spannungsfeld von Fiktion und Wirklichkeit. Ihr künstlerisches Medium und Experimentierfeld sind gedanklich-imaginative Vorgänge, ihre eigenen und diejenigen der Betrachter, die sie mit gezielten sparsamen Anknüpfungspunkten in Gang setzt. Es interessiert sie, das nicht direkt Sichtbare oder das nicht mehr Sichtbare zu untersuchen, zu erschliessen und hervorzuheben. Dafür bedient sie sich verschiedener Mittel wie Fotografie, räumliche (ortsspezifische) Installationen, Video, Worten und Objekten.
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Gaudenz Signorell

Innere Bilder, emotionale Befindlichkeit
Die Fotografie hat Gaudenz Signorell in die Kunst hineingezogen und als Ausdrucksmedium nicht mehr losgelassen. Nie interessierte ihn daran dokumentarisches Abbilden, vielmehr waren es stets die Möglichkeiten, innere Bilder, emotionale Befindlichkeit, umzusetzen.Die Spannung zwischen innen und aussen, zwischen magischer Anziehungskraft und distanzgebietender Kälte, zwischen realen räumlichen Situationen und emotionalem Wahrnehmungspotential bestimmt die bildnerischen Eingriffe.
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Annina Thomann

Forschungsprojekt des Bundesamtes für Kuriositäten
Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Bacterium Glaciimonas alpina pontem sarasinam“ ist ein Forschungsprojekt des Bundesamtes für Kuriositäten Departement Bakteriologie und befasst sich mit der Permafrost Forschung des Schafsberges. Unter der Leitung der Künstlerin und Bakteriologin Annina Thomann wird das Vorkommen und die Auswirkung von, durch die in Folge der Klimaerwärmung aus dem Permafrost des Schafsberges, auftauenden Bakterien untersucht. Die Bevölkerung und Besucher von Pontresina werden durch Informationstafeln und/oder Informationskarten über diese Forschung und ihre Ergebnisse informiert.
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Hannes & Petruschka Vogel

Sinnstiftende Zusammenhänge
Hannes und Petruschka Vogel haben eine künstlerische Haltung entwickelt, welche die Autorenschaft und das Prädikat Kunst unwichtig erscheinen lässt, dafür den Ort und damit die Akzeptanz der Betrachter in den Vordergrund rückt. Die Arbeiten in Malerei, Fotografie, Text- und Konzeptkunst stellen "im Wissen um die besondere Bedeutung des Ortes und seiner historischen Dimensionen ästhetisch überzeugende Werke in sinnstiftende Zusammenhänge".
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